Mein 1. Jahr mit der Fuji X-T2

Heute ist ein besonderer Tag für mich, denn vor genau einem Jahr bin ich komplett von Canon zu Fujifilm gewechselt. Ich verzichte jetzt bewusst auf Bilder der Kamera und Aufzählung technischer Details, die die Kameras so mitbringen. Ich berichte einfach darüber, wie ich gewechselt habe und welche Gedanken ich dabei hatte.

Nachdem ich schon seit Erscheinen der X-T1 immer wieder um das Fuji-System gekreist bin, weil ich mich wirklich sofort in diese Kamera verliebt habe  (deswegen ist es auch keine spiegellose KB-Kamera geworden), habe ich erst so spät den Sprung ins „kalte Wasser“ gewagt und habe quasi von heute auf morgen mein ganzes Canon System verkauft. Ok, ehrlich gesagt habe ich bis zum Schluss mein Lieblingsobjektiv, das Canon EF 85L behalten, falls mir der erste Test so gar nicht zusagen sollte 😳

Eigentlich habe ich es meiner Gesundheit zu verdanken, dass ich meine dicke Berta, die Canon 5D Mark III, dann doch noch verkauft habe, da ich schon monatelang mit einem Tennisarm umhergelaufen bin und in der Halswirbelsäule einen Bandscheibenvorfall habe, brauchte ich etwas Leichtes, ich wollte einfach wieder mehr fotografieren. Ohne die Beschwerden wäre ich vermutlich noch immer zu feige gewesen.

Nun gut, es war also Samstag, der 22. Juli 2017 und ich hatte erst den kleinen Schritt vollzogen und eine X-T20 kam quasi zur Probe ins Haus.
Ich muss sagen, Fuji hat es schon drauf die Leute um den Finger zu wickeln. Alleine die Verpackung bringt schon ein anderes Gefühl mit sich als diese ollen Canon Kartons und dann ging alles ganz schnell. Als ich die kleine X-T20 in den Fingern hielt, da war es endgültig um mich geschehen. Das Design ist ganz „meins“. Wenn man sich in einen Gegenstand verlieben kann, dann ist es in diesem Moment wohl geschehen 😂 Ich war sofort Feuer und Flamme und wollte diese hübsche Kamera einfach nur ausprobieren.
Nach ein paar Probeaufnahmen war ich im Grunde schon überzeugt. Das kleine Kit-Objektiv war gar nicht wie die Kit-Objektive, die ich sonst kannte und nie gerne genutzt hatte. Ich musste das kleine Set unbedingt im Studio ausprobieren. Schnell alles aufgebaut und Hunde und Katze durften sich vor der Kamera austoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

OMG! Was für ein Spaß. Klein, leicht, man sieht sofort was man tut, ich war in dem Moment einfach glücklich. Denn ich muss gestehen, ich bin schon ein ziemlicher Technik-Nerd 😉😄

Eine meiner ersten Aufnahmen mit der X-T20 und dem XC16-50mm wurden auch im Fujifilm X Magazin abgedruckt. Darüber habe ich mich wirklich besonders gefreut. Danke Fujifilm.

Im Grunde kann ich sagen, es war sofort klar, ich bleibe bei Fuji und kaufe mir mein eigentliches Objekt der Begierde, die X-T2. Die X-T20 war tatsächlich nur zum Kennenlernen da und ob es mit Fuji und mir wirklich was werden könnte. Mein 85mm wurde bereits einen Tag später verkauft und am Montag wurde die X-T20 bei meinem Händler gegen die X-T2 getauscht. Somit war am 24.07.17 der Schritt komplett vollzogen.

Natürlich bin ich auch nicht immer wunschlos glücklich, ich hatte auch so meine Tage und Phasen an denen ich dachte, brauche ich nicht doch wieder eine Kleinbildkamera? Habe ich mich wirklich richtig entschieden?
Aber ganz ehrlich, solche Gedanken kommen einem nur, wenn man schlecht drauf ist, ein kreatives Tief hat, ständig das Gerede einiger „Markenbotschafter“ hört und auch durch die ganzen Fotoforen, in denen immer wieder propagiert wird, nur „Vollformat“ (wie ich dieses Wort hasse) ist der heilige Gral der Fotografie. Nein, Kleinbild ist nicht der heilige Gral. Reizvoller finde ich persönlich das Mittelformat. Hallo Fuji 👋🏻 😉
Kleinbild wurde damals als bezahlbare Lösung eingeführt. Firmen wie Canon und Nikon, die darauf ihr System mit zig Objektiven seit Jahrzehnten aufgebaut haben, würden sicherlich nicht einfach alles über Bord werfen und auf ein komplett neues Format setzen.

Ich vermisse jedenfalls nichts. Wenn man meine Bilder sieht, wird man sicherlich nicht sagen können welche Kamera ich benutzt habe. Ok, bei Instagram habe ich Fuji verlinkt, ohne den Hinweise wüsste man es bestimmt nicht.
Draußen habe ich mit entsprechenden Objektiven ein wirklich ansprechendes Bokeh (auch ich liebe ein schönes Bokeh ❤) und ich bin draußen und im Studio leicht unterwegs. Den Rest überlasse ich den Pixel-Peepern, die können euch sicher mehr über die „gravierenden“ Unterschiede erzählen 😉

Und bevor Fragen auftauchen, das ist keine bezahlte Lobhudelei, ich bekomme kein Geld von Fuji und bin auch kein offizieller X-Photographer. Ich bin einfach glücklich mit dem System und danke auch an Elke Vogelsang von Wieselblitz, die mich immer nett beraten hat. Und natürlich danke ich von Herzen meiner Tochter, denn sie hat mich schon lange immer wieder dazu gedrängt, dass ich mir doch endlich die „schöne“ Kamera kaufen soll 😀 Damit ich endlich wieder Spaß an der Fotografie habe und auch wieder viel fotografiere. Danke mein Schatz, seitdem fotografiere ich wirklich wieder regelmäßig, fast täglich. Denn egal ob ich Fotos mache oder nicht, meine Kamera ist jeden Tag mit dabei.

Und bevor ich es vergesse, was ich auch an Fuji so schätze und mag. Man wird gehört! Die Wünsche werden erfüllt und wir bekommen immer wieder kostenlose tolle Updates. Bei anderen Herstellern bekommt man zähneknirschend ein Fehlerupdate und für den Rest brauche ich eine neue Kamera. Meine Kamera hat schon einige Neuerungen umsonst bekommen. Bessere AF-Performance, empfindlicheren AF, neue Videofunktionen, ach, ich weiß nicht was da alles dabei war. Ich bin jedenfalls echt sprachlos. Danke Fujifilm, dass ihr auf eure Kunden und Fotografen hört. Den Beweis liefert auch die aktuelle Raodmap, ein heiß ersehnter Wunschkandidat vieler Fotografen (ein 33mm f/1) wird 2020 kommen.

Und wenn euch die Lobgesänge noch nicht zum Hals raushängen, Fuji kann Farben! Das haben sie in der analogen Fotografie bewiesen und das wird auch bei den Spiegellosen fortgeführt.

Ok und jetzt ist wirklich Schluss!

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Fotografin, Mutter und Hundenärrin


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